Trends in der Weiterbildung von Führungskräften |
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Institute, die Weiterbildung für Führungskräfte anbieten, richten sich darauf ein, einen wachsenden Teil ihrer Seminare als speziell für einzelne Unternehmen zugeschnittene Maßnahmen durchzuführen. Dies ergab die diesjährige Trend-Umfrage des Wuppertaler Kreises bei seinen Mitgliedsinstituten. Im Wuppertaler Kreis sind 49 Weiterbildungseinrichtungen der Wirtschaft zusammengeschlossen, die Seminare für Führungskräfte anbieten. Die überwiegende Mehrheit der Institute beurteilt die Marktchancen von firmeninternen Seminaren und damit zusammenhängenden Dienstleistungen wie Bildungsberatung, Transferunterstützung, Coaching und die Verknüpfung von Weiterbildung mit Unternehmensberatung als gut oder sehr gut.
Bei offenen Seminaren, aber auch bei Kongressen und Lehrgängen ist dagegen ein Marktwachstum nach mehrheitlicher Ansicht wohl nicht zu erwarten. Die Nachfrage stagniert hier - jedoch auf einem hohen Niveau: Von den Mitgliedern des Wuppertaler Kreises werden jährlich über 22.000 Seminarveranstaltungen durchgeführt. Dennoch stellen die meisten Institute fest, daß Unternehmen immer häufiger in eigener Regie oder in Kooperation mit den Instituten Weiterbildungsmaßnahmen durchführen, anstatt Mitarbeiter in offene Seminare zu entsenden. Diese Einschätzung wird durch die Erfahrungen der Institute mit offenen Seminaren unterstützt: Mehr als zwei Drittel der Institute stellen fest, daß die Unternehmen zunehmend Maßnahmen von kürzerer Dauer nachfragen, und daß Anmeldungen häufiger erst kurze Zeit vor dem Seminarbeginn eingehen.
Dem entgegen stehen positive Erfahrungen und wachsende Umsätze bei firmeninternen Seminaren, die bei den Instituten im Durchschnitt ein Viertel des Umsatzes ausmachen. Obwohl Bildungs- und Beratungsprojekte in den Instituten zum Teil neue Qualifikationen erfordern, die auch personelle Maßnahmen notwendig machen, können die zum überwiegenden Teil gemeinnützig tätigen Einrichtungen des Wuppertaler Kreises auf erfolgreiche Kooperationen mit Unternehmen hinweisen. Mehr als die Hälfte der Institute mußte jedoch auch die Erfahrung machen, daß die Unternehmen zum Teil die Bildungsberatung nicht als eigene Dienstleistung, sondern als Teil des Verkaufsgespräches für Seminare ansehen - und damit auch nicht bereit sind, diese Dienstleistung zu bezahlen. Der unter dem Stichwort "Outsourcing von Personaldienstleistungen" diskutierte Trend, nach dem Unternehmen ihre Personalentwicklung vollständig durch externe Anbieter organisieren lassen, wurde in der Umfrage jedoch nicht bestätigt. Der Aussage "Mittelständische Unternehmen sind bereit, die Aufgaben der Personalentwicklung ans Bildungsanbieter auszulagern" konnte die Mehrheit der befragten Institute nicht zustimmen. |
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