NEWS-Letter I/98: Die Akademie |
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Die Akademie - Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft GmbHManager haben keine Zeit für innovative Ideen - Die Akademie untersuchte den Neuerungswillen von FührungskräftenBad Harzburg (ebf): Führungskräfte nehmen sich oder geben ihren Mitarbeitern "keine Zeit, innovative Ideen reifen zu lassen", sagten 83% der leitenden Mitarbeiter deutscher und österreichischer Unternehmen. Das ist die Quintessenz einer Studie über Innovationsfreude in der Wirtschaft, die in den letzten Monaten von der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft in Bad Harzburg bei einem repräsentativen Querschnitt von 246 Managern durchgeführt worden ist. Die Führungskräfte identifizieren insgesamt 21 Hürden für die Realisierung von Neuerungen. Außer dem Zeitmangel kritisieren sie vor allem vier weitere Mißstände: Mitarbeiter fühlen sich für die Entwicklung von Neuerungen in ihrem Bereich zu wenig verantwortlich (81%). Innovative Vorschläge werden viel zu langsam in die Tat umgesetzt (80%). Für innovative Arbeiten stellen die Unternehmensleitungen zu wenig Ressourcen zur Verfügung (79%) Und Kreativitätstechniken würden im Unternehmens-Alltag nur zögerlich praktiziert (77%). Die Kybernetika GmbH in Linz und Kiel, die im Auftrag der Akademie die Umfrage konzipiert, durchgeführt, ausgewertet und interpretiert hat, fand Innovationsschwächen auf vier Ebenen: als Führungsmangel, organisatorische Schwächen, als persönliche Probleme von Führungskräften und als Widerstände gegen Veränderungen. Gleichbleibend zwischen 67% und 70% der Führungskräfte bemängeln die unklare Zielsetzung für innovative Produkte und Dienstleistungen durch die Auftraggeber. Das Fehlen von Möglichkeiten, sich in Projektgruppen fachübergreifend auszutauschen, wird moniert - ebenso, daß Vorgesetzte Ideen und Vorschläge von Mitarbeitern nicht ausreichend honorieren. Die Umsetzung qualifizierter Neuerungen werden von Teilen des Managements hinausgezögert oder gar verhindert. auch sei der Weg von der Einbringung einer Idee bis zur Erlaubnis für die Umsetzung zu kompliziert und abschreckend aufwendig. Mitarbeiter hätten nicht genügend Kompetenzen und Freiräume, neue Ideen in die Praxis umzusetzen. Signifikante Unterschiede werden sichtbar in den Antworten von Führungskräften und deren unmittelbaren Untergebenen: Mitarbeiter würden mit ihren innovativen Ideen von ihren Vorgesetzten zu wenig ernst genommen - sagen 77% der Mitarbeiter selbst, aber nur 63% der Manager. Die kollegiale, ressortübergreifende Zusammenarbeit an Neuerungen funktioniere nicht - meinen 70% der Mitarbeiter, aber nur 58% der verantwortlichen Führungskräfte. Besonders innovationsfreudige Mitarbeiter würden zu wenig gefördert, räumen zwar 56% der Chefs ein, aber weitaus mehr Mitarbeiter finden dies falsch (69%). Auch die unsinnige Zusammensetzung innovativer Projektgruppen kritisieren immerhin 48% der Manager, jedoch 65% der engeren Mitarbeiter. 47% der Mitarbeiter behaupten, aus Angst vor Ideendiebstahl rücke keiner gern mit seinen Vorschlägen heraus, aber nur 31% der Vorgesetzten wollen dies bestätigen. Die Befragung wurde im Verlauf von Seminaren der Akademie für Führungskräfte in Deutschland und Österreich unter Managern unterschiedlicher Branchen und Unternehmensgrößen durchgeführt. "Die Ergebnisse unserer Umfrage müssen die Unternehmensleitungen sehr nachdenklich stimmen", so interpretiert Daniel F. Pinnow, Geschäftsführer der Akademie, diese hochaktuelle Studie. "Die Bedeutung von Neuerungen ist überall erkannt, aber die Umfrage zeigt, daß sie noch an vielen Stellen im Unternehmen blockiert werden". Innovation sei in den deutschsprachigen Ländern, die über relativ geringe natürliche Ressourcen verfügten, "unbestritten eine der wichtigsten Aufgaben im Ringen um die Sicherheit der Unternehmenszukunft". Für ihre Manager-Umfragen zu aktuellen Führungsproblemen hat die Akademie in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit in der Fachöffentlichkeit gefunden. Der vorliegenden Studie gingen Umfragen über Manager-Kompetenzen (1995), Kundenorientierung (1996), das Besprechungs-Unwesen (1996) und das Projekt-Management (1997) voraus. Eine weitere Untersuchung über die Hindernisse des Change-Managements ist für 1998 in Vorbereitung.
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