NEWS-Letter II/97: BWTW |
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Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V.Produkt- und Prozessinnovation in Thüringer UnternehmenWas ist zu tun?Durch die Globalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen sind Innovationen und Flexibilität gefragter denn je. Klein und mittelständische Unternehmen (KMU) stehen vor qualitativ neuen und größeren Herausforderungen. Die Neustrukturierung der Entwicklungs- und Produktionsprozesse ist insbesondere in den kleinenj und mittelständischen Unternehmen der neuen Bundesländern noch nicht abgeschlossen. Aus der neu entstandenen Komplexität an Produkt und Systemlösungen die heute und zukünftig verstärkt von KMU`s gefordert werden, können diese ihre Forschung und Entwicklungsaufgaben nicht mehr allein lösen. Das Fehlen von F/E - Kapazitäten zur rascheren Produktentwicklung und Produkterstellung sind mit die Haupthindernisse für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Viele Fachzeitschriften und Wirtschaftsjournale widmen diesen Themen breite Aufmerksamkeit. Beratungsinstitute umwerben Manager und Führungskräfte, in ihren Seminaren die Führung eines Innovationsmanagement stufenweise sprich Seminarbaustein für Seminarbaustein zu erlernen. Aber reicht das aus?Reicht es, wenn der Manager oder der Geschäftsführer innovativ sind? Sind es dann auch gleichzeitig seine Mitarbeiter, sind es seine Zulieferer, die er benötigt um rasch seinen "innovativen" Kunden zu beliefern? Wie aber können im Unternehmen Innovationen schneller umgesetzt um für die Entwicklung des Unternehmens die notwendigen Veränderungen abzuleiten und diese als Lernprozesse für das Unternehmen zu gestalten? Im Verbundprojekt "Integrierte Produkt und Prozeßinnovation - Ansätze in den neuen Bundesländern" werden gemeinsam mit vier beteiligten Thüringer Unternehmen Methodiken für Strategien und Vorgehensweisen zur beschleunigten Umsetzung von Innovationen unter den spezifischen Bedingungen dieser Unternehmen entwickelt, erprobt und umgesetzt. Im Rahmen von Betriebsprojekten werden diese Unternehmen zu arbeitspsychologischen und ingenieurtechnischen Problemstellungen wissenschaftlich begleitet. Ein Leit- und Transfervorhaben erfüllt zwei Zielstellungen, einerseits die Evaluation der wissenschaftlichen Prozeßbegleitung in den Unternehmen und andererseits den schrittweisen Aufbau eines Innovations- bzw. Kooperationsnetzwerkes in dem weitere Unternehmen an den erreichten und verallgemeinerten Problemlösungen partizipieren können. Das Verbundvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Technologie und Forschung über den Projektträger Arbeit und Technik gefördert. Bei dem entwickelten Konzept einer "Integrierten Produkt und Prozeßinnovation", handelt es sich um einen für die Unternehmen neuen ganzheitlichen Ansatz zur Innovation und Unternehmensentwicklung. Den Ausgangspunkt bilden die konkreten Aufgabenstellungen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung. Die praktische Projektarbeit in den Unternehmen verfolgt damit das Ziel, eine strategische Perspektive mit dem Unternehmen zu entwickeln, die eine konkrete Entwicklungsaufgabe beinhaltet und sich mit Maßnahmen aus anderen Gebieten des Unternehmens verbindet, um das Vertrauen, die Einsicht in die Notwendigkeit und Praxistauglichkeit einer projektartigen, teammäßigen und methodisch flexiblen Vorgehensweise im Unternehmen zu etablieren. Dies beinhaltet das Erlernen von Fähigkeiten und Methodiken zur effizienteren Entwicklung und Überleitung von neuen Produkten, die Qualifizierung der Unternehmensführung, die Entwicklung des Unternehmensleitbildes, die Kundenorientierung (externe und interne), Methodiken zur Optimierung der Prozeßsteuerung bzw. Prozeßbeherrschung (Projektmanagement) und die Mitarbeitereinbeziehung durch Projektteams und Qualifizierung. Diese angewendete und ständig weiter entwickelte Methodik grenzt sich eindeutig von der "klassischen Unternehmensberatung" ab. Insbesondere zeigt sich das in der Art und Weise der wissenschaftlichen Prozeßbegleitung mit deren Hilfe schnelle und praktische Problemlösungen vor Ort entwickelt und etabliert werden. Der Focus der praktischen Arbeit liegt in der raschen Optimierung der bereichsübergreifenden Schnittstellen, um nicht nur effizientere Informations- und Kommunikationsstrukturen in der Phase der Produktentwicklung sondern gleichzeitig auch für die Prozeßbeherrschung zu schaffen. Mit der Konzentration des Wissenstransfer auf wichtige Kernbereiche bzw. Kernprobleme konnten bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt wichtige Teilergebnisse im Entwicklungsprozeß für die Unternehmen erarbeitet werden, so u.a.:
Wichtig für den Projekterfolg ist auch der unternehmerische Erfolg, deshalb ist hervor zu heben, daß die o. g. Teilergebnisse nicht unwesentlich zur Erweiterung der Geschäftsbeziehungen und zur Umsatzsteigerung in den Unternehmen geführt haben. Entstanden aus der Projektarbeit ist ein Transferkonzept mit Themen die einen hohen praktischen Bezug auf Problematiken der Produkt- und Prozeßinnovationen in mittelständischen Unternehmen ausweisen. Unser Anliegen ist es, gemeinsam mit weiteren Unternehmen und Institutionen, die erprobten "Bausteine der Integrierten Produkt und Prozeßinnovation", weiter zu entwickeln bzw. in den Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu treten. Kontaktadresse:Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V.Wilhelm Wolff Straße 6 99099 Erfurt eMail: BWTW-Erfurt@t-online.de Internet: http://ippi.im-internet.de |
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