Trendstudie 2019 des Wuppertaler Kreises
 

Weiterbildungsbranche stellt sich dem digitalen Wandel

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Die gute wirtschaftliche Lage, der Fachkräftemangel in vielen Branchen und die Herausforderungen der digitalen Transformation führen zu einem hohen Weiterbildungsbedarf in den Unternehmen. Der jährlich ermittelte Geschäftslage-Indikator Weiterbildung des Wuppertaler Kreises beträgt für das laufende Jahr 118 Punkte und liegt damit im positiven Bereich. Die Bildungsdienstleister der Wirtschaft rechnen überwiegend mit wachsendem Umsatz. Die Erwartungen sind allerdings weniger euphorisch als im Vorjahr, der Indikator ist im Vergleich zum Vorjahres-Wert von 125 Punkten leicht gefallen.

 

Abb. 1: Geschäftslage-Indikator des Wuppertaler Kreises

 
In der betrieblichen Weiterbildung werden Seminare oft durch digital und medial aufbereitete Angebote ergänzt und zum Teil auch ersetzt. Die Mehrzahl der Dienstleister geht davon aus, dass die Digitalisierung ihres Angebotsspektrums für den wirtschaftlichen Erfolg unabdingbar ist. Ein Beispiel hierfür ist die Unterstützung des arbeitsplatznahen Lernens durch Erklärvideos und Assistenzsysteme, die über mobile Endgeräte und Lern-Apps abgerufen werden können. Eine Schlüsselrolle spielt die Bereitstellung von Bildungsplattformen und die Entwicklung von Lernmedien.

 

Abb. 2: Thesen zur Digitalisierung in der Weiterbildungsbranche

 
Ein Schwerpunkt der Trendumfrage widmete sich dem Marketing und Vertrieb von Weiterbildungsdienstleistungen. Die Zukunft ist auch hier digital: Weiterbildungsdatenbanken der Bildungsdienstleister mit integrierter Anmeldefunktion werden zunehmend in die Lernplattformen der Unternehmen integriert, Werbung auf Suchmaschinen und Präsenz in den sozialen Medien ergänzen die herkömmlichen Vertriebswege über Key Account Manager und gedruckte Informationsmaterialien.

Überlegungen im politischen Raum zu einem öffentlich-rechtlichen Weiterbildungsportal werden von den Weiterbildungsanbietern eine Absage erteilt - nur ein sehr kleiner Teil der befragten Dienstleister rechnet damit, dass solche Plattformen in den nächsten 5 Jahren an Bedeutung gewinnen.

Mehr als eine Million Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben 2018 an Seminaren und Lehrgängen der Mitglieder des Wuppertaler Kreises teilgenommen. Die Anbieter im Wuppertaler Kreis erzielten mit den Weiterbildungsdienstleistungen in 2018 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro und beschäftigten nahezu 14.000 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Pressemitteilung als PDF

Köln, im Juli 2019

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